* Kisuaheli

Interview in der FOS-Show
mit Alina und Herrn Schön
Beitrag zu EineMillionFlaschen
in der Berliner Abendschau (RBB)
Partner 
der 
EineMillionFlaschen 
- Kampagne
Stand der Sammlung:
Datum:       Sa., 12. Jan. 2013
Flaschen:   29.401
Euro:          5.880,20
Besucher seit 08/2012

Struktur und Organisationsentwicklung


Voraussetzungen:

Die EMF-Kampagne ist in einem Ethikunterricht entstanden, der sich an den Prinzipien der Praktizierten Ethik orientiert. Im Zentrum stehen deshalb Kinder und Jugendliche, die sich für die Sache interessieren und einen Beitrag leisten. Vier-, fünfhundert SchülerInnen haben gelegentlich eine Flasche gespendet. Eine große Anzahl hat mehrere Flaschen in die Flaschenboxen geworfen, einige im dreistelligen Bereich. Bei Veranstaltungen haben zwei, drei Dutzend SchülerInnen mit angepackt, sei es bei Infoveranstaltungen oder beim KiliCafé. Ein gutes Dutzend machen häufiger mit. Die offene Struktur der Kampagne ermöglicht es, dass jede/r mit unterschiedlicher Intensität mitmachen kann. Es hat sich gezeigt, dass die SchülerInnen eher zur spontanen und punktuellen Aktivität bereit sind und einer längerfristigen Verbindlichkeit eher distanziert gegenüberstehen. Das entsprich dem Lebensgefühl der jungen Generation. Der niederschwellige Zugang zur Kampagne lässt ein spontanes Mitmachen zu, ohne sich über Verbindlichkeiten Gedanken machen zu müssen. So kommen immer wieder neue SchülerInnen dazu und machen spontan oder aber auch längerfristig bei der Kampagne mit. 


Planung:

Planung und vor allem Organisation müssen sich auf diese Voraussetzungen einlassen. Mit zunehmender Lebenserfahrung sind Menschen eher bereit, verbindlich an einer Sache mitzuarbeiten. Dies gilt auch für SchülerInnen. Nach derzeitiger Sammelgeschwindigkeit haben die ersten SchülerInnen ihre Ausbildung bereits abgeschlossen, wenn wir die 100.000-Flaschen-Marke erreichen. Daran orientiert sich die Organisationsentwicklung und natürlich an der Verhältnismäßigkeit von Aufwand und dem daraus resultierenden Gewinn für die Sache.


Struktur:

Der Kern der Organisation muss die Sache voranbringen und glaubwürdig sein. Hin und wieder höre ich, dass bei den Mittelstufen-SchülerInnen das Gerücht die Runde macht, Herr Schön habe sich sein neues Smartphone mit den Flaschenspenden finanziert, oder neuerdings sein Sabbatjahr. Allerdings treten SchülerInnen diesen Gerüchten unter anderem mit dem Verweis auf Facebook-Veröffentlichungen zum Stand der Dinge entgegen. Eine Schülerin und eine Mutter werden zum Abschluss dieses Jahres die Finanzen prüfen und das Ergebnis wird durch die bekannten Kanäle veröffentlicht. Wann immer sich jemand fester verpflichten will, wird die Organisation erweitert. Dies gilt sowohl für die finanzielle, als auch die inhaltliche Seite. Offenheit für Neues und Neue und das organische Wachsen der Struktur müssen sich nicht ausschließen.


Auf dieser Grundlage ergibt sich folgende Organisationsentwicklung:

•   Bis 100.000 Flaschen kümmert sich eine informelle Gruppe, der Rat, um den Gang der Dinge.

•   Die Finanzen werden am Jahresende von zuverlässigen Eltern, Schülern oder Lehrern geprüft. Bislang hat Elisabeth Migirowa aus der 13. Klasse der FOS ein Auge auf die Kasse.

•   Ab 100.000 Flaschen wir ein Verein „EineMillionFlaschen e.V. gegründet“, der sich um die Anerkennung der Gemeinnützigkeit bemüht und dann auch Spendenquittungen ausstellen kann.

•   Ab 500.000 Flaschen wir die Stiftung Weltenkind gegründet, die die langfristige Existenz der Shule* am Kilimandscharo sichert.

Zu beiden weiterführenden Organisationsformen werden bereits Vorarbeiten geleistet.


Grundsätze für die Finanzen

 Während der Sammelzeit sollen nicht mehr als 1% der jährlich gespendeten Summe für die Verwaltung ausgegeben werden, z. B. knapp 18 Euro Jahresgebühr für diese Website.

•   Anschließend sollen die Verwaltungs- und Organisationskosten nicht mehr als einen einstelligen Prozentsatz des Jahresetats der Stiftung überschreiten.

(Vergleich: bis 35% gelten für gemeinnützige Vereine als allgemein akzeptabel).

 Das gespendete Geld wird auf ein Girokonto eingezahlt und auf Tages- und Festgeldkonten, sowie in sichere Wertpapiere und Aktien angelegt.

•   Das Pfandgeld für eine Million Flaschen beträgt 200.000 Euro, bei durchschnittlich 20 Cent pro gesammelter Flasche. Die Hälfte des Betrages, also 100.000 Euro werden in das Stiftungskapital eingebracht. Die Zinsen aus diesem Kapital werden vorerst ausreichen, um die Kernfunktionen der Shule* zu gewährleisten. Die andere Hälfte wird für den Kauf oder die langfristige Pacht eines geeigneten Grundstückes und für die Errichtung der Gebäude verwendet.


Schlussbestimmung:

Dieses Vorgehen soll größtmögliche Transparenz schaffen. Sollte das Ziel, eine Shule* am Kilimandscharo zu bauen, nicht erreicht werden, wird das gesamte Vermögen an bereits existierende gemeinnützige Schulen am Kilimandscharo gespendet.